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30.08.2021

Ideen für das barrierefreie Badezimmer

Barrierefreies Bad nach DIN-Norm 18040-2

  Beim barrierefreien Bad gibt es viele Details zu beachten. Um die Befahrbarkeit mit dem Rollstuhl sicherzustellen, müssen Türen verbreitert werden und womöglich Waschbecken, Toilette und Dusche neu angeordnet werden. Dafür gilt die DIN-Norm 18040-2. Diese schreibt Abstände vor den einzelnen Sanitäranlagen von 120 x 120 cm vor, gegenüber den sonst üblichen 60 x 60 cm. Dann gibt es noch die Unterscheidung zwischen dem Mindeststandard und dem R-Standard, der eine vollständige Nutzung mit dem Rollstuhl erfordert.  

Umbau ist eine Aufgabe für Spezialisten

   Die Einschränkungen der Beweglichkeit und die in vielen Fällen notwendige Unterstützung durch helfende Hände anderer erfordern Freiraum für die Helfer wie Angehörige, Mitbewohner der Senioren-WG oder von der 24-Stunden-Pflege. Jede körperliche Einschränkung und jede bauliche Situation erfordert andere Maßnahmen. Bei Altbauten liegt hingegen eine historisch gewachsene Bausubstanz vor, so dass die Ausgangslage deutlich komplizierter sein kann. Hinzu kommt das Baurecht, das sich von Bundesland zu Bundesland unterscheidet, so dass bei Umbauten Architekten und Badinstallateure zum Zuge kommen sollten, die sich auf barrierefrei Bäder spezialisiert haben. Dabei sollte auf hochwertige Badmöbel und Armaturen sowie ein ansprechendes Design geachtet werden, denn nichts ist ärgerlicher als wenn nach einem kostspieligen Umbau binnen kurzer Zeit festgestellt werden muss, dass die Ausstattung des Badezimmers nicht den eigenen Ansprüchen genügt.  

Zuschuss von der Pflegekasse und von der KfW

  Ein solcher Umbau funktioniert leider nur bei ausreichend großer Grundfläche und ist auch nicht ganz billig. Betroffene sollten schnellstens einen Pflegegrad bei der Pflegekasse beantragen, so dass sie einen Zuschuss für wohnraumverbessernde Maßnahmen erhalten können. Die Pflegekasse zahlt hier für jeden Pflegebedürftigen bis zu 4.000 Euro. Wohngemeinschaften können für Umbauten bei gemeinsam genutzten Bädern bis zu 16.000 Euro erhalten. Zuschüsse und Kredite gibt es darüber hinaus auch von der Kreditanstalt für Wiederaufbau. Wichtig ist, zu wissen, dass dabei nachgewiesen werden muss, dass die Arbeiten von Fachbetrieben erledigt wurden und die Mindeststandards für barrierefreie Badezimmer eingehalten wurden. Die Rechnungen der Handwerker müssen per Überweisung gezahlt werden und der Antrag muss vordem Umbau gestellt werden. Nach Abschluss der Arbeiten muss ein Verwendungsnachweis erstellt werden. 

Sinnvolle Details für das barrierefreie Bad

  Praktische Ablageflächen und Haltegriffe – bitte nicht in Krankenhaus-Optik! – sind ebenfalls hilfreich. Dabei sollten Greif- und Bedienhöhen ­ zum Beispiel von Türklinken, Griffen oder Lichtschaltern) – bei 85 cm über dem Fußboden liegen. Bei Fenstern sollte zumindest eines je Raum – zum Beispiel mit einer Hebelstange oder elektrisch zu öffnen sein. Stauraum für Hygiene- und Pflegeprodukte sollte in ausreichendem Maß vorhanden sein. Gute Beleuchtung und Tageslicht im Bad wirkt sich ebenfalls positiv auf das Wohlbefinden aus. Sinnvoll kann es sein, die Fenster zu vergrößern und – falls notwendig – Einblicke von außen mittels Milchglas zu verhindern.

 

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